#Antilagerkoller 128 – das große Kopfschütteln

Liebe Leser,

ich habe in meinem Urlaub ein bisschen Abstand vom Tagesgeschehen bekommen. Doch ich habe inzwischen genug gelesen. Derjenige, der sich diese Woche nicht informiert hat, hatte tatsächlich einen weniger aufgeregten Tag. Aus der am Montag von Bundeskanzlerin Angela Merkel angekündigten Osterruhe (Feiertag am Gründonnerstag und Karsamstag) wird nichts. In der Prüfung dieses Vorhabens fiel auf, dass Feiertage nicht so kurzfristig durch die Wirtschaft und Kirche (?) geboxt werden können. Allenfalls schlechte Stimmung im Volk und der Regierung ist von dem Treffen vom Montag übrig geblieben.

Merkel rief dazu auf, Zuhause zu bleiben und entschuldigte sich dafür, das Volk mit der Osterruhe verwirrt zu haben. Die Notbremse bleibt im Gesetz verankert. Die Regierung verfolgt das gleiche Konzept bei den Maßnahmen wie beim Impfen: Keins!

„Osterruhe“

Es hätten so schöne beschauliche Osterfeiertage werden können mit fünf Feiertagen am Stück von Gründonnerstag bis Montag, doch daraus wurde nichts. Die Bundeskanzlerin musste den Vorschlag ihres Kanzleramtschefs Helge Braun wieder kassieren – nach massiven Protesten aus der Wirtschaft. Auch der Aufruf an Kirchen, möglichst auf Präsenzgottesdienste zu verzichten strich man aus dem Beschluss heraus. Im Endeffekt haben wir am Montag viel Lärm um Nichts gemacht, denn entschieden wurde nichts.

Die Schließungen kommen, genauso wie die lokal entschiedenen Ausgangssperren ab 20 Uhr (bald auch in deiner Region!). Und all‘ das nur, weil die Schulen zu früh und zu konzeptlos geöffnet werden mussten. Den RKI-Daten zufolge sind vor allem sehr junge Menschen (<15) in Zusammenhang mit der Variante B 1.1.7 für die hohen Fallzahlen verantwortlich. Die Virusvariante vermehrt sich ungehemmt in den Schulen und Kitas, sodass sich die Inzidenz innerhalb von 4 Wochen verdoppeln konnte.

Da hilft nur eins:

Oder: Schnell nach Mallorca abhauen, JETZT!

Der neueste Impfstoff-Gossip zu AstraZeneca

Was gibt’s eigentlich neues von AstraZeneca, dem GZSZ des weltweisen Impfstoffmarkts? Letzte Woche stoppte man abrupt die Impfungen mit dem umstrittenen Impfstoff, um auf das Statement der EMA zu den aufgetretenen gefährlichen Nebenwirkungen (Hirnvenenthrombosen) zu warten. Nach dem Statement von Jens Spahn um ungefähr vier Uhr nachmittags mussten Personen, die die Arme bereits hochgekrempelt hatten, gehen und diejenigen aus dem Wartezimmer das Feld räumen. Die offenen Impfdosen (wie auch hier in Köln über 100) wurden weggeworfen.

Donnerstagabend kam dann die Entwarnung: Die EMA (europ. Arzneimittelbehörde) sieht derzeit keinen Zusammenhang zwischen den gefährlichen Nebenwirkungen und dem Impfstoff. Die Impfungen konnten am Freitag wieder starten. Doch viele Menschen zeigten sich verunsichert. In vielen Impfzentren kam am Freitag niemand zur Impfung mit AstraZeneca – kein Wunder, hatte man doch die Termine bis einschließlich Sonntag komplett abgesagt. Abgesagte Impftermine werden nachgeholt, hieß es. Hierzu werden die betroffenen Impflinge angerufen. Willkommen in Deutschland!

Unterdessen tauchten in Italien 30. Mio Dosen Impfstoff (AstraZeneca) auf, die zum Export bestimmt waren. Die EU konfrontierte die Firma mit den Vorwürfen, Impfstoff an der EU vorbeizuschleusen. Doch diese bestreitet das. Die gefundenen Dosen sind teilweise für die EU gedacht und es geht alles mit rechten Dingen zu.

Blick ins Ausland

Wie schon letzte Woche erwähnt, erfreut sich die Urlaubsinsel Mallorca nicht nur einer niedrigen Inzidenz, sondern auch über Zustrom aus unserem Land. Nachdem die Einstufung als Risikogebiet fiel, schossen die Buchungszahlen durch die Decke. Das Buchungsportal check24 sprach von einer Verzehnfachung der Buchungszahlen für die Urlaubsinsel.

Die Bundesregierung beobachtet die Oster-Mallorca-Urlauber mit Sorge und befürchtet, Touristen könnten mit der gefährlichen P1-Variante aus Brasilien oder gar einer anderen zurückkommen. Viele Deutsche hätten sicherlich gerne Urlaub im eigenen Land gemacht und die Sorgen der Regierung mit getragen – und sich zahlreichen Test- und Verordnungskonzepten untergeordnet. Doch Ferienwohnungen hierzulande bleiben zu und Auslandsreisen sind (noch) nicht verboten. Interessanterweise kann die Bundesregierung nur generell Reisen in ALLE Länder verbieten oder keine.

  • Ab Sonntag gilt zumindest eine generelle Test-Pflicht auf eigene Kosten bevor man per Flugzeug nach Deutschland einreist (jetzt erst, really?).
  • Darüber hinaus wird Frankreich nun als Hoch-Risikogebiet eingestuft, womit eine Pflicht-10-Tages-Quarantäne für alle Einreisenden einhergeht
  • Dänemark will den Thrombosen bezüglich des AstraZeneca-Impfstoffs wohl stärker auf den Grund gehen und stoppt die Impfungen bis zum 18. April.

Jüngsten Erkenntnissen zufolge, ist nun bekannt, warum gewisse Tests bei Über-20-Jährigen nicht anschlagen:

Kommt gut durch diese Restwoche. Man liest sich.

Euer pedaa

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