Carsharing-Bilanz 2018 – ein Jahr im Rheinland

Liebe Freunde,

ein volles Jahr Carsharing liegt hinter mir und ich darf Bilanz ziehen. Oft habe ich die Autos von car2go, DriveNow und cambio genutzt, um zahlreiche Fahrten von Ost nach West-Köln, von Süd nach Nord, für Fahrten zum Flughafen und von Düsseldorf nach Köln zu unternehmen. An dieser Stelle möchte ich Bilanz ziehen.

Wie wir uns fortbewegen

Für Fahrten zur Arbeit nutze ich bei Temperaturen über 0 Grad meist das Fahrrad. Am Wochenende und ab 19 Uhr fuhr ich bei meiner Freundin auf ihrem Jobticket mit. Allerdings nutzten wir hier meistens die S-Bahn zwischen Köln-Bonn-Flughafen und Köln Ehrenfeld. Nach einer Party bei Freunden setzten wir auch mal aufs Taxi (allerdings nicht mehr als 3 mal im Jahr).

Ausgewertete Dienstleister

Gebühren

In unsere Jahresstatistik gehen zwei Knöllchen von jeweils 18€ Gebühren ein (Fun-Fact am Rande: Ein Knöllchen hat es nicht zu mir nach Hause geschafft, es wurde also nur die Gebühr und nicht das Knöllchen selbst bezahlt – verjährt).

Für ein paar Fahrten von Düsseldorf nach Köln oder vom Flughafen nach Hause bezahlten wir 4,00€ – 4,90€.

Ebenso ist ein Versicherungspaket von cambio für 1 Jahr enthalten, das die Selbstbeteiligung im Schadenfall reduziert, für 50€.

Die Gebühr für verspätete Rückgabe eines gebuchten cambio-Autos bezahlten wir genau einmal (30€).

Einbezogene Benefits

Insgesamt zwölf Mal haben wir ein Auto von Drivenow bei Partnertankstellen (ARAL/TOTAL) voll getankt. Dabei war der Tankstand immer unter 25%. Drivenow belohnt jeden Tankvorgang unter diesen Voraussetzungen mit 30 Freiminuten.

Sowohl car2go als auch Drivenow belohnen ebenfalls Kunden, die neue Kunden werben. Bei Drivenow gibts 30-60 Bonusminuten pro geworbenem Freund, bei car2go jeweils 10€ Fahrtguthaben (früher 30 Freiminuten). Leider sind diese Benefits je nach Anbieter schlecht nachzuvollziehen, weshalb meine Statistik nun eine Mischung enthält:

  • Meine Fahrten mit Drivenow enthalten alle Fahrten, die ich mit Minuten bezahlt habe – unabhängig davon, ob sie aus Prepaid-Minuten-Paketen oder Freiminuten stammen. Der dargestellte Preis ist also höher als der tatsächlich gezahlte Preis.
  • Bei car2go sind die Monatsumsätze und die Anzahl der Fahrten eingegangen. Fahrten, die mit Freiminuten bezahlt wurden gehen hier mit 0€ ein und werden in der Summe der Fahrten mitgezählt. Der dargestellte Preis ist also niedriger als derjenige, den ich ohne Kunden-werben-Kunden-Teilnahme bezahlt hätte.
  • Insgesamt sollte sich der Effekt der Freiminuten also ausgleichen.

Zahlen bitte!

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass wir in 95% der Fälle meistens zu zweit unterwegs waren. In die Auswertung mit ein flossen also Fahrten aus zwei Accounts. Wir waren allerdings nie gleichzeitig unterwegs.

  • Insgesamt 282 Einweg-Fahrten (car2go, DriveNow) haben wir 2018 unternommen. Jede Fahrt dauerte durchschnittlich 16,12 Minuten und kostete bei car2go 3,90€ und Drivenow 4,72€.
  • Für Fahrten ab 30km (mit Hin- und Rückfahrten außerhalb des Kerngebiets) setzen wir auf Autos von cambio. Auf 13 Fahrten legten wir 533km zurück. Die Gesamtkosten für die cambio-Fahrten lagen bei 288,55€ plus 50€ Versicherung, um den Selbstbehalt zu senken.
  • Für längere Fahrten oder Langzeitmieten übers Wochenende nutzten wir insgesamt drei Mal für jeweils drei Tage einen echten Mietwagen, den wir über billigermietwagen.de oder cardelmar.de ausgeliehen haben. Die durchschnittlichen Kosten (inklusive Versicherung) lagen bei 25€ pro Tag plus circa 17€ Sprit pro Tag. Insgesamt 416€ für Mietwagen.
Drivenow132 Fahrten598,41€
car2go150 Fahrten561,26€
cambio13 Fahrten288,55€
GebührenVersicherung50,00€
Verspätung30,00€
Bearbeitung Ordnungswidrigkeiten36,00€
Mietwagen3 Buchungen259,23€
Sprit geschätzt237,28€

Insgesamt komme ich also auf einen Betrag 2061,04€ für ein Jahr Autofahren nach Bedarf für zwei Personen.

Verteilung unserer Fahrten über das Jahr

Diese Grafik zeigt deutlich, dass wir in den Sommermonaten weniger Auto gebraucht haben als im kalten Winter. Aufgrund unseres Umzugs im August, ist der Anteil in diesem Monat etwas höher.

Fazit

Es war ein volles Jahr Carsharing und wir sind zufrieden. Wir hatten genau so viel Auto wie wir tatsächlich gebraucht haben. Wir haben fast keine Parkgebühren bezahlt und mussten keine Werkstattgebühren oder Wartungskosten übernehmen.

Wir hatten zu jedem Zeitpunkt das richtige Auto zum richtigen Zweck, den Kombi für IKEA-Einkäufe und den Smart, um entspannt und günstig von A nach B zu kommen. Einwegfahrten vom und zum Flughafen erleichterten uns die An- und Abreise. Ein abgerundetes System für jeden, der in der Carsharing-Kernzone wohnt.

Wir sind gespannt, was sich dieses Jahr im Bereich Carsharing und Elektromobilität tun wird. Auf ein frohes, neues Carsharing-Jahr 2019!

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