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Apr 04

Test: Inverto Volskbox Scena 6n

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Die Inverto Volksbox ist ein Einsteiger-Modell eines DVB-S2 Sat-Receivers mit HD+ und HbbTV (Hauptfunktionen). Er unterstützt außerdem die Aufnahme auf Festplatte und kann laut Beschreibung auch einige Filmformate direkt von Festplatte abspielen. Er bindet sich mit der angebauten Antenne ins W-LAN ein und hat damit Basis-Internetfunktionalitäten.

Ausstattung:

Die Volksbox ist solide ausgestattet. Fernbedienung, Batterien, HD+-Karte für das erste Jahr und HDMI-Kabel, daran wird nicht gespart. Auch über W-LAN darf sich der Anweder freuen. Dieses muss man nämlich wie im Vergleich bei Samsung W-LAN-Ready-Geräten nicht per 69€-Dongle nachrüsten, sondern die Antenne zum Anschrauben ist enthalten.

Der Kasten ansich wirkt etwas billig verarbeitet, die Klappe für das HD+-Kärtchen (im Bild hinter dem HD+-Logo) hat keinen Schnapper aber hält sich gerade so oben und klappt nicht automatisch nach unten (mal sehen, wann sowas ausgeleiert ist). Der USB-Anschluss, sowie alle weiteren relevanten Anschlüsse sind hinten am Gerät angebracht. Neben LNB-Out unterstützt das Gerät auf eSATA-Platten (ein Pluspunkt).

Die Fernbedienung wirkt etwas billig, wie von der Stange. Einen HbbTV-Knopf sucht man vergeblich.

Der Receiver hat hinten einen Netzschalter (Pluspunkt).

Bedienung:

Die Volksbox glänzt durch ihr grafisch ansprechendes Systemmenü in Rot, das die volle Bildschirmbreite HD-TVs optimal ausnutzt. Die Einrichtung ist kinderleicht, jedoch bemerkt man, dass wenn man keine HD+-Karte hat, es leicht nerven könnte, dass man die Sender schrittweise umsortieren muss – denn die HD+-empfangbaren Sender befinden sich in der Liste ganz oben!

Leider bemerkt man an manchen Stellen die Trägheit des Receivers bzw. der Fernbedienung: Einige Befehle kommen gar nicht oder erst sehr spät an. Außerdem ist die Bedienung meist begleitet durch wildes Herumdrücken auf verschiedenen Tasten, weil die Bedienung nicht wirklich intuitiv ist. In Kombination mit der schwachen Übertragungsleistung der FB ein Minuspunkt. Die Eingabe des W-LAN-Schlüssels erwies sich ebenfalls als Geduldsspiel: Warum hat man keine Taste Umschalt für Großbuchstaben eingeführt? Stattdessen muss man sich durch Großbuchstaben und Zahlen zu den Kleinbuchstaben kämpfen durch mehrmaliges Drücken der entsprechenden Tasten 1-9. Wenn dann noch einige falschen Ziffern und Buchstaben dabei sind und man die Backspace-Taste nicht findet, dann ist das ganz schön nervenaufreibend (Back=Backspace OK).

Nach Eingabe des Schlüssels kann man Bequem auf HbbTV-Funktionen zugreifen. Diese eingebaute Funktion ist am besten gelungen, aber das liegt eben nicht am Gerät, sondern an den Sendern, die ihr HbbTV-Angebot selbst eingeführt haben. HbbTV bietet eine neue Art Videotext, hochaufgelöst kann man hier durch einzelne Artikel gehen, die mit Bildern und auch Videos illustriert sind. ARD und ZDF bieten so auch Zugriff auf Ihre großen Mediatheken – sehr gut umgesetzt! Die privaten bieten allein nur den HD-Videotext an, aber in diesem finden sich auch einige Videos, die zum Programm abgespult werden können.

Leider bemerkt man an manchen Stellen bei der Bedienung das unausgereifte Bedienkonzept der Volksbox. Teils erreicht man auch immer wieder Seiten, die “Under Construction” sind und die mit Firmware wohl nachgerüstet werden sollen. Insgesamt wirkt die Bedienung mal abgesehen von HbbTV etwas unfertig.

Auch die Aufnahmefunktion auf USB-HDD lässt zu wünschen übrig. Die Bedienung dieser Funktion ist alles andere als intuitiv. Während der Aufnahme HbbTV-Inhalte ansehen kann man vergessen, es wird einfach mal nichts aufgenommen! Auch kann es passieren, dass man plötzlich beim schwarzen Bildschirm landet und gezwungen wird die Aufnahme abzubrechen, damit man zurück zum “Live-TV” kommt.

Insgesamt sind die Ansätze der Bedienung ganz gut, aber man bemerkt schnell: Das ist noch viel Arbeit für die Entwickler!

Der Hauptgrund, warum ich diesen Artikel nicht behalte habe ich noch nicht genannt: Er gibt durch den Lautsprecher hörbare Knackgeräusche bei jedem Umschalten zwischen Sendern von sich , verursacht also Tonspitzen, was jeden Lautsprecher irgendwann zerstört – hört sich an wie Entladungen. Wozu gibt es Widerstände? (Samsung LE32B550) Das war selbst bei meinem alten Receiver besser gelöst (Skymaster DXH90)

Update: Konnte ich mit Vergleichsgerät (Smart VX10) auch feststellen, nach einem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen aller Geräte tritt das Knacken fast nicht mehr auf!

Fazit:

Insgesamt überzeugt das Gerät nur durch die HbbTV-Funktionalität, die wie schon erwähnt, nicht vom Gerät kommt. Alles andere wirkt sehr unfertig und unausgereift. Die Internetfunktionen wie Youtube-Videos anschauen und Internetradio hören können die wesentlichen Minuspunkte nicht wett machen. In den Basisfunktionen fällt der Receiver aufgrund des Knackens beim Umschalten bei mir leider durch, aber das ist fernseherspezifisch. Die Seiten /Funktionen, die “under construction” sind (wie z. B. die Hilfeseite) sind meiner Meinung nach eine echte Frechheit!

Noch zu erwähnen ist vielleicht, dass das Gerät nicht unbedingt fürs Schlafzimmer geeignet ist, das das weiße Logo (oben im Bild in der Mitte) nur dann leuchtet, wenn das Gerät aus ist…(?)

Die Punkte nochmal im Überblick:

Pluspunkte Minuspunkte
(HbbTV)
eSATA-Anschluss
ansprechendes übersichtliches Menü
Netzschalter
W-LAN
Knackt beim Umschalten
Bedienung unausgereift, kryptisch
Aufnahmefunktion schlecht umgesetzt
Under-Construction-Seiten

Note: 5,0 (bei mir in den wichtigsten Funktionen durchgefallen)

Preis-Leistung: 4,0 (166€)

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  1. Receivertest 2: Smart VX 10 DVB-S2 (HD+) » pe-home.de

    […] Im Rahmen meines Receivertests teste ich heute den Smart VX 10 im Vergleich zu der Inverto Volksbox 6n. […]

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