#Antilagerkoller 104 – Trump ist Trumpf

Moin liebe Leser,

was haben wir am Wochenende gezittert und gebangt. Die eine Hälfte wünschte Trump, der am Samstag in ein Militärkrankenhaus aufgrund einer Covid-19-Infektion eingeliefert wurde einen schnellen Tod, die andere drückte die Daumen. Alles begann Donnerstagnacht, in der Trump per Twitter verkündete, er und die First Lady seien positiv auf Corona getestet worden. Doch was war passiert?

Spekulation um die Situation im Weißen Haus

In den letzten Tagen wurden reihenweise Positiv-Testungen aus dem weißen Haus bekannt. Davor fanden die Veranstaltungen meist ohne Maske und Abstand statt. Es lässt sich nur spekulieren, wie lange es dem Präsidenten schon schlecht geht und wann er die Symptome das erste Mal bemerkt hat. Dass er jedoch direkt zwei Tage nach Bekanntgabe ins Krankenhaus eingeliefert wurde, spricht für sich: Die Sache stinkt. Die einen reden davon, dass Trump schon am Freitag über Atemnot geklagt hatte, sein Sprecher spricht davon, dass es ihm sehr gut geht.

Es geht ihm anscheinend sogar so gut, dass er sich am Wochenende in einen Chevrolet setzen konnte, um seine Fans zu besuchen.

Am besten ist das Foto mit dem Trump-Kopf auf dem Chevrolet.

Die Ärzte und die Presse zeigte sich erschüttert und kritisierte sein Verhalten auf das Schärfste. Schließlich hat er mit einer Fan-Fahrt seine Bodyguards und Fahrer in Lebensgefahr gebracht. Er scheint allerdings die Infektion gut wegzustecken, was vielleicht auch an „besonderen Medikamenten“ liegt, die er verabreicht bekommen hat. Unkraut vergeht nicht. Aber irgendwann sollte es gehen, wie angekündigt.


Briten haben einen Sprung in der… Statistik

Bekannterweise steigen nicht nur hierzulande die Fallzahlen gerade enorm. Großbritannien ist besonders schwer von der Pandemie betroffen – nicht zuletzt aufgrund des ignoranten Verhaltens von Boris Johnsson, der erst nach seiner Infektion seinen Fehler einsah.

Jüngst musste er die Fallzahlen einmal sprunghaft nach oben korrigieren. Einem Computerfehler zufolge habe man nicht alle Fälle erfassen und zurückverfolgen können. Nun kommen Details ans Licht und man glaubt es kaum: Die Excel-Spalten haben nicht gereicht.

Was habt ihr bitte in die Spalten geschrieben?


Meinung: Recht auf Homeoffice

Bundesarbeitsminister Heil hat einen Gesetzesvorschlag zum Homeoffice-Anspruch von Arbeitnehmern veröffentlicht. Meist betrifft das Gesetzt IT-nahe Berufe, in denen Homeoffice auch wirklich möglich ist. Im Gesetz steht ein verbindlicher Anteil von zwei Homeoffice-Tagen pro Monat. Insgesamt befürworte ich eine Arbeitswelt, der Homeoffice grundsätzlich beigemischt ist, aber muss man die Unternehmen wirklich dazu zwingen?

Die Ausnahmesituation im März hat gezeigt, dass die meisten Mitarbeiter im Homeoffice genauso gute Arbeit leisten wie im Büro. Natürlich kommt es auf die effiziente Gestaltung dieser Mischung in den Unternehmen an. Wann Homeoffice sinnvoll ist oder nicht, ist eine höchst individuelle Entscheidung und sollte von jedem Unternehmen an die Arbeitskultur angepasst werden. Von einem Homeoffice-Zwang halte ich nichts. Unternehmen, die deswegen Homeoffice nach der Corona-Krise anbieten müssen, sind keine guten Unternehmen oder sehr schlecht digitalisiert.


Inländische Risikogebiete

Weil einige Großstädte inzwischen den Grenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner überschritten haben, beginnen jetzt einige Bundesländer die Städte als Risikogebiete zu definieren. Dies hat zur Folge, dass jetzt einige Urlauber in den bald beginnenden Herbstferien mit negativem Corona-Test anreisen müssen oder sich direkt in Quarantäne begeben müssen. Doch die Kritik ist groß, denn die Regelungen sind nicht bundeseinheitlich. Beispielsweise ist nicht die ganze Stadt Berlin als Risikogebiet definiert, sondern nur gewisse Stadtteile. Da Berlin-Mitte nun auch dabei ist, war Wolfgang Schäubles Beschluss eine Maskenpflicht im Bundestag einzuführen folgerichtig. Kommt bald die Maskenpflicht in Büroräumen in ganz Deutschland?

Wahrscheinlich nicht. Denn diese Regelungen gelten auch nur in Teilen von RP und SH. NRW hat schon angekündigt, dass man keine Quarantäne-Regelungen für Deutsche verhängen werde. Die Verwirrung ist fast genauso groß wie der Schrei nach bundeseinheitlichen Regelungen.

Auch beim Thema Obergrenze für private Feiern und lokalen Sperrstunden wird der Flickenteppich im Bundesgebiet immer größer. In Frankfurt gilt Eskalationsstufe 4 (rot), in Baden-Württemberg die zweite Alarmstufe.


Das war’s, ich geh spielen…

Euer pedaa

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