Kommentar: Was bringt Carsharing?

Guten Morgen liebe Leser,

lang ist es her, dass pe-home.de sich aus der Ecke getraut hat. Ich mache mir derzeit intensiv Gedanken über die Zukunft und zukünftige Beiträge von pe-home.de – wenn meine Pläne stehen, informiere ich meine Leser gerne.

Heute startet die neue Kolumne „Zukunft der Mobilität“, in der es über neue Mobilitätskonzepte in Ballungsräumen und auf dem Land geht. Seid gespannt.

„Carsharing verstopft Innenstädte“

So oder so ähnlich war es auf den Titelseiten großer Zeitungen dieses Jahr zu lesen. Grund dafür waren zahlreiche Studien, die die Zielgruppen, gewünschten Abgaswerte und nicht zuletzt die Anzahl der Autos untersuchten.

Die Carsharing Konzepte kurz vorgestellt

Es gibt zwei verschiedene Carsharing-Konzepte (auf die ich mich beschränken möchte), die beide – sogar in Kombination – sehr nützlich sind. 

Stationsbasiert

Beim stationsbasierten Carsharing, das inzwischen in jeder Stadt mit sechsstelliger Einwohnerzahl in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung angeboten wird, bucht man als angemeldeter Benutzer ein Auto für eine gewisse Zeit in der App vor. Man kann hierbei die Fahrzeugklasse nebst Größe und Ausstattung und die Station, an der man sein Auto abholen möchte, wählen. Abgerechnet wird nach Zeitpreis pro Stunde und gefahrenen Kilometer (dieser Preis ist mit einer gewissen Toleranz an die bekannten Benzinpreise gekoppelt).  Getankt wird unkompliziert mit der Tanzkarte im Auto. Bei der Abholung lässt sich dann entweder ein Tresor mit Schlüsseln mit der Kundenkarte oder das Auto direkt mit der Karte öffnen. Sogar kleine Umzugstransporter lassen sich so bequem anmieten. Am Ende der Miete bringt man das Auto zur Station zurück und hängt den Schlüssel wieder ein. Fertig.

Free-Floating Carsharing

Dem stationsbasierten Konzept komplett entgegengesetzt ist das sogenannte Free-Floating-Carsharing. Hier stehen die Autos nicht an festgelegten Stationen, sondern können im gesamten Stadtgebiet (hierfür ist ein jeweiliges Kerngebiet vom Anbieter festgelegt) kostenlos geparkt, gebucht und zurückgegeben werden. Die Autos stehen auf öffentlichen Straßen, Plätzen und Parkplätzen von der Stadt, für die man Parkgebühren entrichten muss. Das Besondere hier: Die Parkgebühren bei der Stadt für öffentliche Parkplätze sind hier schon bezahlt. Man kann das Auto bedenkenlos auf öffentlichen Parkplätzen parken und zurückgeben. Hier wird pro genutzte Minute abgerechnet. Sitzt man im Auto fängt die Uhr an zu ticken. Sobald man aussteigt und das Auto der Community wieder zur Verfügung stellt bekommt man direkt die Abrechnung der Fahrt zugeschickt.

Daneben gibt es diverse Sondergebühren, auf die man einen Blick werfen sollte, darunter:

  • Einwegfahrten zum Flughafen
  • Entlegene Gebiete, die einen Aufschlag für das Abmieten kosten
  • Gebühren für die Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten *

*(diese Gebühren fallen auch beim stationsbasierten Carsharing an)

Ein Nachteil von Free-Floating Carsharing gibt es jedoch: Wohnt man nicht im Bediengebiet / Kerngebiet des Anbieters wird es sehr schwierig, die Angebote zu nutzen.

Hat man eine Ausleihstation (stationsbasiertes Carsharing) für Autos direkt vor der Haustür, was in ländlichen Gegenden durchaus der Fall sein kann, sieht es schon besser aus. Immerhin hat man so die Möglichkeit auf ein Auto im Bedarfsfall zuzugreifen und sich kein eigenes anschaffen zu müssen. Und genau da muss die Reise auch hingehen…

Warum Carsharing

Kapazitätsengpässe

Ich war lange ein Verfechter des ÖPNV und der komplett autofreien Städte. In meiner Heimatstadt Karlsruhe (300k) hat Mobilität auch gut funktioniert. Doch in einer Millionenstadt wie Köln sieht man sich anderen Problemen gegenüber: Die Großstädte und ihr ÖPNV-Netz platzt aus allen Nähten. Die Bahnen sind rappelvoll, das Netz überlastet und die Fahrzeuge veraltet. Das alles hat Verspätungen und Verzögerungen zur Folge, die an den Nerven der Pendler zerren – Tag für Tag. Es werden neue Lösungen für Großstädte gebraucht. Ich sehe Carsharing grundsätzlich als sinnvolle Ergänzung zum ÖPNV-Netz.

Wahl des richtigen Verkehrsmittels

Es kommt immer auf die Strecke und mein Ziel an: Ich wähle flexibel zwischen Carsharing, Bikesharing und ÖPNV. Für eine Fahrt in die Innenstadt, wähle ich die Bahn oder das gemietete Leihrad. Für die Fahrt durch die Dunkelheit und um schnell Zuhause anzukommen das Auto. Für IKEA-Einkäufe nutze ich stationsbasiertes Carsharing mit einem Ford Focus oder Transit.

Natürlich führt eine schlechte ÖPNV-Anbindung des eigenen Wohnorts zu einem größeren Anteil der Carsharing-Nutzung. In die Berechnung möglicher Alternativen, um an das eigene Ziel zu kommen, fließen natürlich auch Ortskenntnisse ein: Findet man nur sehr schlecht einen Parkplatz wird es ganz schnell sehr teuer mit Carsharing.

Wer die Wahl aus allen Alternativen hat, der ist in einer luxuriösen Situation und sollte diese auch nutzen.

Warum kommt es nun (noch) zu keiner Entlastung in den Innenstädten

Zahlreiche Studien wettern gegen Carharing. Man bekommt das Gefühl, es gäbe genauso viele Gegner wie Befürworter. Wir kommentieren kurz die Schlagzeilen des Jahres zum Thema Carsharing:

Carsharing senkt nicht die Zahl der Autos

https://www.n-tv.de/auto/Carsharing-senkt-nicht-die-Zahl-der-Autos-article20730672.html

Natürlich nicht. Warum sollte man das auch vorhergesagt haben? Das Thema Carsharing ist noch recht jung und steckt noch in den Kinderschuhen. Es gibt viele Nutzer, die Carsharing einfach mal ausprobieren oder gerade erst auf den Geschmack kommen. Wer erstmal ein eigenes Auto besitzt, wird es so schnell nicht abschaffen – Carsharing hin oder her. Problem hierbei: Carsharing wirkt auf den ersten Blick erstmal teuer.

Zielgruppen

Werfen wir mal einen Blick auf die Zielgruppen, die im Bediengebiet wohnen: Meiner Meinung nach ist Carsharing auch eine Generationenfrage. Junge Berufstätige, die sehr zentral in Großstädten wohnen, verzichten schon oft auf ein eigenes Auto. Diese sind so stark an ÖPNV gewöhnt und genießen es so kostengünstig zu reisen, dass sie gar nicht auf die Idee kommen, etwas zu verändern. Und wenn dann mal Kinder ins Haus stehen, dann kaufen sie sich ein Auto. Ein Umdenken erfolgt bei dieser Zielgruppe nur sehr langsam. Bis man beobachten kann, dass jene komplett auf Carsharing setzen, werden meiner Meinung nach noch einige Jahre vergehen. 

Diejenigen, die mit den Mobilitätsangeboten ihrer Stadt nicht zufrieden sind kommen gerade erst auf den Geschmack. Berufstätige, die noch nie ein Auto besaßen, haben jetzt eine echte Alternative zum ÖPNV. Das führt zunächst zu mehr Autos auf den Straßen und weniger Menschen in den Bahnen. Sicherlich werden auch einige dabei sein, die aufgrund ihrer Carsharing-Erfahrungen ein Auto kaufen. Auf der anderen Seite wird es aber auch sicherlich Leute geben, die auf den Autokauf verzichten, weil sie wissen, dass sie immer ein Leihauto in der Nähe haben. Das lässt sich aber jetzt noch nicht beobachten.

Und natürlich ist der Anteil derer, die Carsharing nutzen und Auto-affin sind, aufgrund der Premiumausstattung in den Fahrzeugen höher als man denken könnte. Wenn diejenigen dann das eigene Auto stehen lassen, blockieren sie allemal den heimischen Parkplatz und steigern so nicht den Anteil der fahrenden Autos auf den Straßen. Diejenigen, die ihr Auto aufgrund des neuen Angebots verkaufen, sucht man vergeblich. Dazu ist Carsharing noch nicht genug in den Köpfen angekommen und die Infrastruktur in den Städten noch zu schlecht ausgebaut.

Insgesamt steigt die Anzahl der Autos auf den Straßen, weil Bewohner sowohl das eigene Auto als auch Carsharing nutzen. Außerdem werden derzeit immer noch Carsharing-Stationen eröffnet, um die Menschen zur Nutzung von stationsbasiertem Carsharing zu bewegen. Das führt zunächst zu einer erhöhten Anzahl. 

Schadstoffbelastung nicht gesunken

Natürlich steigt auch die Schadstoffbelastung zunächst nicht, wenn die Anzahl der Autos zunächst zunimmt. Selbst in Stuttgart, wo man mit Carsharing hauptsächlich elektrisch unterwegs ist, ist die Schadstoffbelastung nicht richtig gesunken. Und woran liegts?

Es sind immer noch viel zu viele Menschen mit (eigenen) dicken Autos unterwegs, die unheimlichen Dreck in die Luft pusten. Elektroautos sind zu teuer und die Akkus sind noch nicht richtig entwickelt. Es gibt zu wenig Ladeinfrastruktur – das fängt am Parkplatz um die Ecke an und endet in Privatgaragen. Auch der Standard für die Steckverbindung, um Elektroautos zu laden, fehlt noch.

Fazit: Es ist noch zu früh…

…Schlüsse aus der Carsharing-Nutzung in den Innenstädten zu ziehen. Die Konzepte sind gerade mal in den Köpfen angekommen. Wenn die Ladeinfrastruktur mal aufgebaut ist, werden wie in Stuttgart nur noch Elektro-Smarts und in Hamburg (schon bald) BMW i3s über die Straßen rollen. Und zwar zu einem erschwinglichen Preis.

Lest bald meinen Bericht über Was kostet Autofahren ohne eigenes Auto in Köln.

Nightblog

Guten Abend, liebe Leser. Diesmal wieder mal ein Post in eigener Sache. Es ist ruhig geworden bei pe-home.de, dafür überschlagen sich hier in Köln die Ereignisse. Ich ziehe mit meiner Freundin zusammen. Schon bald ist es soweit und wir können unsere 95qm erstmals als Mieter betreten. Ich ziehe im gleichen Haus um. Es ist alles gepackt und geputzt – das Wochenende war anstrengend.

Gleichzeitig heißt das für mich, dass ich meine lieb gewonnenen vier Wände abgeben muss. Ich habe einen geeigneten Nachmieter gefunden, der sich hier sicherlich wohl fühlen wird. Ich hing sehr an meiner ersten eigenen Wohnung. Und jetzt heißt es Abschied nehmen…

Ich weiß noch genau, wie ich meine Wohnung damals über Facebook gefunden habe. Nochmals danke an das Nett-Werk Köln. Wie lange habe ich darüber nachgedacht, ob es das richtige Veedel für mich ist. Ich war zweimal zur Besichtigung dort, hab mir das Viertel auch einmal bei Nacht angeschaut. Die Wohnung war ein Traum, richtig schön geschnitten, modern, mit großem Balkon und Gäste WC. Genau das, was ich mir lange vorgestellt hatte. 

Und am ersten Tag: Das Fiepen des angrenzenden Supermarktes, das irgendwann dann doch Tage später wegen Lärmbeschwerden verschwand. Den Lieferverkehr hört man bis heute – inzwischen höre ich den LKW nicht mehr ein und ausfahren, sondern nur noch wie die Dinge entladen werden. Allerdings genieße ich es, einen Supermarkt direkt unter mir zu haben.

Und im Sommer: Wunderschöne Sommerabende auf dem großen Balkon. Zum Grillen, im Licht der Lichterkette und Sonnengläser. Kerzenschein und laue Sommernächte, es war ein Traum. 

Und schon bald gehts in die neue Wohnung, auch mit Balkon, zwei Bädern und vier Zimmern. So sehr ich meine Wohnung in den letzten Jahren lieb gewonnen habe, so war sie dann doch für zwei Personen zu klein.

Und deswegen heißt es schon bald „Bye, bye“ sagen 🙂 Es war schön in der F2-11! Machs gut, du warst eine tolle Herberge für mich für 3 Jahre und 11 Monate. Danke!

Samsung Secure Folder als sichere Banking-App Lösung?

Hallo liebe Leser,

die letzten Tage beschäftigte ich mich mit dem „Samsung Secure Folder“, der in Galaxy-Smartphones eine Art Sandbox-System darstellt.

Die Idee:

Samsung Secure Folder ist sozusagen der Nachfolger von Samsung KNOX. Viele Firmen statten ihre Mitarbeiter mit Smartphones aus, was diese vor ein kleines Problem stellt: Was tun wir mit unseren privaten Daten. Die Antwort, die einem natürlich als erstes einfällt:

Lasst die privaten Daten bei euch!

Aber wo? Auf einem Zweitphone? Ich habe schon viele Menschen mit zwei Smartphones rumrennen sehen: Es ist alles nicht das Wahre. Am Besten ist doch immer noch ein Gerät für alles – meiner Meinung nach. Und Samsung hilft (half) mit SAMSUNG KNOX ein bisschen dabei:

Per Tastendruck lässt sich das Smartphone in einen privaten Modus versetzen, der sich mit

  • Fingerabdruck
  • Passwort/PIN
  • Muster

schützen lässt. Angezeigt wird der private Modus über eine Benachrichtigung im Display und kann via Statusleiste bequem ein- und ausgeschaltet werden. Alle Bilder und Dateien, die man mit aktiviertem privaten Modus erstellt, werden als privat gekennzeichnet und lassen sich bei Deaktivierung nicht mehr anzeigen. Das Ganze funktioniert wie ein Smartphone im Smartphone.

Durch die Umbennenung in Secure Folder kamen noch ein paar Zusatzfunktionen ins Spiel: Nach Authentifikation lassen sich im Secure Folder gewisse Apps aus dem Gerätespeicher nochmal installieren: Whatsapp, E-Mail. Bilder, Kontakte, Karten usw. (wie das mit Whatsapp mit der gleichen Nummer funktioniert, muss ich mal testen). Man kann also die gleiche App zweimal auf dem Handy installieren, inmal für den privaten und geschäftlichen Gebrauch. Im Secure Folder kann man Apps aus dem Play Store und aus dem Samsung Store installieren oder bequem schon installierte Apps aus dem Geschäftsbereich.

Und jetzt der Nutzen für den privaten Gebrauch!

Ich persönlich nutze mein Smartphone jede Stunde und will es nicht mehr missen. Ich bin auch SmartTAN-Verfechter und nutze das Smartphone als TAN-Generator. Manche Sicherheitsmechanismen sind mir allerdings zu unsicher: Deshalb habe ich mir überlegt, die Banking-Apps in den Secure-Folder zu schieben, um eine Verschlüsselung auszunutzen und die Abschottung von einem potentiell gefährdeten Restsystem zu gewährleisten.

Und es funktionierte… Jedes Mal, wenn ich eine Banküberweisung freigeben wollte, musste ich mein PW eingeben, den Secure Folder starten und anschließend eine TAN erzeugen.

Doch…

…irgendwann kam bei mir die Frage auf, wie es denn mit Updates für die in der Sandbox liegenden Apps aussieht. Und da fingen auch prompt die Probleme an: Ich hatte die Apps vom Gerätespeicher in den SecureFolder geschoben – auf dem Stand waren die Apps auch immer noch (die Apps außerhalb der Sandbox hatte ich dann gelöscht).

Doch das Problem lässt sich lösen – scheinbar. Über „Apps hinzufügen“ lässt sich der PlayStore in der Sandbox öffnen. Dazu musste ich mich erstmal mit dem Google Passwort anmelden. Soweit so gut. Die gute Nachricht: Über den Play Store ließen sich die Apps in der Sandbox updaten.

Die schlechte und fatale Nachricht: Google erkannte in der Sandbox ein neues Galaxy S7 und ersetzte prompt die bestehende S7-Installation (außerhalb der Sandbox) mit der Sandbox – es dachte also, ich hätte mein S7 neu aufgesetzt! Die Folge: Zwei Faktor Auth öffnete jedesmal die Sandbox und lies mich mein Passwort eingeben. Und bei „Ok Google“ vibrierte das Gerät und antwortete. Doch im Display erschien nichts, gar nichts. Sämtliche Befehle von „Ok Google“ wurden in der Sandbox verarbeitet. Fast nicht umkehrbar. Erst mehrmaliges Entfernen des Hauptgerätes aus den Google-Geräten und die Deinstallation löste das Problem.

 

Empfehlung & Fazit

  • Der Secure-Folder im Banking-Test: ungenügend
  • Der Secure-Folder im Update-Test: mangelhaft. Updates werden nur installiert, wenn man den Secure-Folder öffnet und keinesfalls automatisch. Außerdem wird das Gerät als Neues erkannt.

Experimentiert am besten nicht mit den Banking-Apps und irgendwelchen Sandboxen. Das geht auf Kosten der Update-Sicherheit. Verwendet am besten den Secure-Folder nur mit den mitgelieferten vorinstallierten Apps, nämlich für private Bilder, private Dokumente und E-Mails.

 

Test: Amazon’s Alexa und ihr Echo

Guten Tag liebe Leser,

auch ich habe mich anlässlich des großen PrimeDay letzte Woche entschieden, dem Amazon Echo Lautsprecher eine faire Chance zu geben. Kann Alexa – als künstliche Intelligenz – wirklich das, was man erwartet? Wie groß ist der Nutzen? Und brauche ich im Alltag sowas überhaupt. Hierzu der aktuelle Beitrag auf pe-home.de

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Kurztest: Harmony One Ultimate

Es ist soweit: pe-home.de meldet sich zurück an die Oberfläche: In einem Super-Sonderangebot habe ich eine Harmony-One Ultimate erstanden.

Die Universalfernbedienung kommt in einem sehr schicken schwarzen Pappkasten mit Netzstecker, USB-Kabel und Basisladestation – vergleichbar mit einem DECT-Telefon – sowie Steckeradapter für Amerika und Europa. Die Bedienungsanleitung findet sich sehr kurz in einem kleinen Büchlein.

Die Fernbedienung ist ergonomisch geformt und weist eine gummierte Rückseite auf, auf dem auch ein Infrarot-Senor (vermutlich zum Aufzeichnen von individuellen Infrarot-Befehlen anderer Fernbedienungen) zu finden ist. Auf der Vorderseite  findet sich ein kleiner Touchscreen, auf dem die Schrift nur klein dargestellt ist.

Außen herum finden sich die gängigsten Buttons, die man auch sonst auf den gängigen Fernbedienungen findet – und zwar eben die, von denen Logitech damals meinte, dass sie wichtig wären:

  • Steuerkreuz
  • zurück
  • Guide
  • Menu
  • Play/Pause/Stop/REC
  • Farbtasten

In einem ersten Test fällt direkt auf, dass man die wichtige Source-Taste vergessen hat. Schade eigentlich. Muss man eben eine andere Taste zweckentfremden.

Das erste Anschließen

Beim ersten Anschließen der FB an den PC ärgert man dich direkt über die starre Steckverbindung, die sich ganz unten befindet. Man muss das Kabel schon mit Kraft in das kleine Löchlein stecken, damit die Steckverbindung zustande kommt (mit Kraft heißt hier nicht mit Gewalt!). Auf dem Display erscheint sofort „myharmony.com“. Dass eine intelligente Fernbedienung nicht offline funktioniert, hätte man sich ja auch denken können. Die Seite ist übersichtlich gestaltet, es lässt sich bequem die Fernbedienungssoftware herunterladen.

Nachdem man in der Sofware dann einen Account erstellt hat (wozu auch immer meine Geräte in der Cloud liegen müssen) kann es dann auch losgehen mit der Konfiguration. In der Software selbst lassen sich Geräte auswählen, einzelne Tasten belegen und Infrarotbefehle via Fernbedienungssensor lernen. Als erstes richtete ich die Funktion „Fernsehen“ ein. Das Programm fragte mich nach der richtigen Eingangsquelle und wo ich genau die Lautstärke steuere (Dolby-System oder TV). Auch beim DVD-Schauen, fragte das Programm die einzustellenden Kanäle sauber ab und ließ sich komfortabel programmieren.

Am Ende erstellte die Fernbedienung noch via Postleitzahl und Kabelnetzanbieter eine Schnellwahl der entsprechenden Fernsehsender.

Als alles fertig war, überspielte ich meine Einstellungen in 5 Minuten auf die Harmony One und los gings…

Ausprobiert

Mit einer Sekunde Verzögerung wurden alle Geräte eingeschaltet und die FB fragte auch via Display nach, ob denn alles richtig eingeschaltet wurde. Soweit so gut! Das konnte meine Harmony 600 auch schon.

Richtig gespannt war ich auf die Senderschnellwahl. Ich hangelte mich etwas gewöhnungsbedürftig durch das Touch-Displaymenu (die Schrift ist nicht gerade groß und auch nicht fett) bis ich zu den Senderlogos kam: Leider akzeptierte die FB die Eingabe von Das Erste HD (bei mir 101) nicht so richtig. Im Gegenteil: Es schien die 0 nicht zu kennen. Somit kam immer eine 11 an. Drückte man etwas nervöser auf der FB rum, so kam auch mal eine 111 im TV an (mehr als drei Stellen lässt dieser nicht zu und er braucht auch eine Weile bis er den Sender umschaltet, nachdem man die Nummern eingetippt hat).

Etwas frustriert versuchte ich dann meine Lieblingsserie von Festplatte abzuspielen und bemerkte die Latenz zwischen Tastendruck und TV immer mehr. Da es keine SOURCE-Taste gibt, musste ich mich aufwändig über Geräte->Funktionen-> durchs Touch-Menu kämpfen (die Tasten sind alle mit teils amerikanischen Namen bezeichnet und sagen mir teilweise auch nichts). Wenigstens kann man über das Display alle Funktionen zu den Geräten sehen, aber angenehm ist was anderes.

Fazit

Insgesamt sind zur Hamony 600 nur wenig Dinge verbesser worden. Die Harmony hatte mehr Tasten, allerdings ist der Touchscreen vermutlich der richtige Schritt. Die Fernbedienung nimmt einem schon viel Arbeit ab und denkt schon bei der Einrichtung mit. Allerdings habe ich mir mehr Innovation im Vergleich zur Harmony 600 erhofft. Diese konnte ebenso alle Funktionen auf ihrem Display anzeigen, man musste nur durch die Menus steppen. Mit der klassischen Fernbedienung ist man leider immer noch schneller als mit der Harmony One.

Staubsaugerrobotertest – mein neuer Mitbewohner

Liebe Leser,

heute widme ich mich meinem großen Staubsaugerrobotertest. Ich ließ den Vorwerk Kobold VR200 gegen den iRobot Roomba 865 antreten. Natürlich kann ein Saugroboter nicht alles und ersetzt keine Putzfrau. Dafür sind jetzt aber die Böden meiner Wohnung staubfrei, weil regelmäßig gesaugt wird. Über Vor- und Nachteile, Pflichten eines Roboterbesitzers, Schwachstellen, Engstellen und Saugalgorihmen zur Raumabtastung soll es nun hier gehen.

Die Saugroboter im Test

Ich muss dazu sagen, dass ich mich zunächst für den iRobot entschieden hatte, aber dann nochmal etwas anderes sehen wollte. Dieser Reihenfolge und Logik folgt auch dieser Beitrag.

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Bye, bye – iPod Touch 5G

Liebe Leser,

es verändert sich derzeit viel in meinem Leben, nicht alles ist geeignet für meinen Tech-Blog. Allenfalls eines: Ich habe mich nach langem Hin und Her dazu entschieden, meinen iPod Touch 5G (32GB) abzustoßen. Ganze 115€ habe ich per Kleinanzeigen dafür bekommen. Meine Gründe möchte ich hier erläutern:

Apples iPod Touch im Jahr 2016 – Pro und Contras, was ist übrig von dem technischen Vorsprung?

Ausstattung und Spezifikationen

Apples iPod Touch der vorletzten Generation ist – mit Ausnahme des eingebauten Prozessors – quasi identisch mit dem aktuellen Modell. Verbilligt lässt sich das Gerät über den Apple Refurbished-Shop bestellen, knapp 189 statt 249€ bezahlt man für so ein Gadget.

Er verfügt über einen 4″ Touchscreen und eine Front- und Rückkamera, mit dem auch Facetime möglich ist. Innen steckt ein – in meinem Fall – 32GB schneller Flash-Speicher, auf dem sehr viel Platz für Musik und Co. ist. Es läuft derzeit noch das aktuelle iOS 9.

Wofür?

Nun: Wofür benötigt ein mobileGeek und Android & Windows-PowerUser einen iPod touch? Die Antwort war vor 3 Jahren sehr einfach: AirPlay. So wird ermöglicht die auf dem iPod abgespielte Musik per WLAN an einen Airplay-fähigen Lautsprecher weiterzugeben – und das unterbrechungsfrei. Das gilt nicht nur für die Musik, die auf dem iPod gespeichert ist, sondern auch für alle Musik-Apps von Napster, Googlemusic, Spotify und Co. Sämtliche Audio-Outputs lassen sich bequem per Tastendruck an einen externen Lautsprecher weitergeben.

Ein zweiter Punkt: Speicher und Akku. Da mein altes Smartphone nicht durch eine Speicherkarte erweiterbar war wollte ich ein Gerät haben, auf dem ein großer Bruchteil meiner Musik gespeichert ist. Und wenn man zwei Geräte dabei hat – eins zum Musikhören, eins zum Telefonieren – dann muss ich den Vorteil mit der Akkulaufzeit wohl eher nicht erwähnen.

Darüberhinaus muss man dem iPod positiv anrechnen, dass er im Vergleich zu gängigen Smartphones echt ein Leichtgewicht ist. Zum Joggen also perfekt.

Nachteile

Als bekennender Windows Nutzer muss man leider erstmal schlucken, wenn man iTunes auf dem Rechner installiert. Die Desktop-App ist zwar nett und übersichtlich, aber nicht ganz einfach zu bedienen – daran scheitern vor allem immer etwas ältere Verwandte aus meinem Bekanntenkreis. Wenn man eine große Musikbibliothek besitzt, muss man iTunes ersteinmal scannen lassen. Findet iTunes wma-Dateien so konvertiert es diese automatisch in das MP3-Format – soweit so schön. Leider legt iTunes diese meist in einem Ordner in den eigenen Dateien ab und nicht im Baum der Musikbibliothek, wo diese hingehören. Nachteil hierbei: Installiere ich neu oder lösche den Ordner sind alle Daten von iTunes weg. Gleiches gilt übrigens für die Alben-Cover die iTunes zuverlässig aus dem iTunes-Store lädt und die auf dem iPod das Musikabspielen deutlich schöner machen.

Ein weiterer Nachteil von iTunes: Es lässt sich nur die Musik-Bibliothek von einem PC mit dem iPod synchronisieren. Man muss sich also zwischen Notebook und PC entscheiden (Luxusprobleme). Mal schnell unterwegs Musik auf den iPod ziehen: unwahrscheinlich und kompliziert, wenn der iPod mit dem Desktop-PC Zuhause verknüpft ist :(. (Schließt man übrigens den iPod ans Notebook an, löscht er sich freundlicherweise komplett automatisch, sehr freundlich!)

Als Spotify-Nutzer muss ich einen weiteren Punkt anfügen: Performance und Speicher. Inzwischen gehört die Spotify-App zu mir wie meine Schuhe. Ich kaufe keine Musik mehr, sondern streame einfach alles. Leider ist die App inzwischen so überladen, als dass sie auf dem alten iPod-Touch inperformant ist. Sie reagiert auf Touch-Eingaben mit Verzögerungen von mehr als 3s, was echt nervig ist. Außerdem nervt Apple in der Musik-App auf dem iPod immer mehr mit Apple-Music (Abo-Dienst).

Die Vorteile weichen…

Der Hauptgrund, warum ich mir einen iPod angeschafft habe – die Airplay-Funktion – ist im Spotify-Zeitalter nun für meine Zwecke durch Spotify-Connect abgelöst worden.

Was ist Spotify-Connect?

Spotify-Connect ermöglicht es, zertifizierte Geräte von jedem anderen Gerät mit der Spotify-App fernzusteuern. Das heißt also, dass ich Playlisten auf dem Smartphone oder PC/Notebook auswählen und anschließend festlegen kann, auf welchem Lautsprechersystem ich sie gerne abgespielt haben möchte. Ich sage also meinem Lautsprecher per Smartphone, was dieser sich von Spotify holen soll. Das besondere daran: Nur vor dem Abspielen benötigt man die App/PC-Software, um eine Playlist auszuwählen. Der Lautsprecher ist nur mit Spotify und nicht direkt mit dem PC oder Smartphone verbunden. Da das Telefon nicht direkt auf den Lautsprecher streamt, sondern nur den initialen Befehl zum Abspielen gibt, kostet das Abspielen per Smartphone auf dem Lautsprecher natürlich keine hohe Akkuleistung.

Insgesamt ein sehr durchdachtes System, das den iPod überflüsslig werden lässt. Aufgrund der geringen Perfomance gehört das Gerät eh inzwischen zum alten Eisen.

Fazit: Wer ein mit Speicherkarte erweiterbares Smartphone besitzt, das ordentlich Akku-Leistung hat, der brauch keinen iPod-Touch als Ergänzung – sofern die Musikanlage Spotify-Connect fähig ist und man einen Spotify-Premium Zugang hat.

Bye, Ipod, es war schön mit dir!

Kolumne: Amazon.de – auf dem Weg…

…zum kundenfreundlichsten Unternehmen der Welt.

Zitat aus einer Mail des Kundenservice:

Freundliche Grüße
[…]
Unser Ziel: das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu sein. Ihr Feedback hilft uns dabei.
http://www.amazon.de
==============================

Amazon, wer kennt diesen Firmennamen in der heutigen Zeit noch nicht? Alle, die alltäglich im Internet unterwegs sind, sollten schon mehrere Male über diesen Namen gestolpert sein.

Amazon.de, hierzulande großes Internetversandhaus das große Umsätze erzielt mit Sitz in Bad Hersfeld, schlägt so einige Mitbewerber im Versandhandel dauerhaft. Durch das Angebot ab 29,- versandkostenfrei zu verschicken, haben sie wohl schon einige potentielle Kunden geködert. Mit einem breiten Warensortiment erreicht der Versandriese eine Vielzahl an Kunden. Sucht man beispielsweise nach einem Produkt in Google taucht meist Amazon.de in den ersten paar Sucheinträgen auf. In Preissuchmaschinen taucht das Versandhaus zwar nicht als erstes auf, aber ist trotzdem durch den kostenlosen Versand meist unter den 5 billigsten.

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Frohes neues (kontrolliertes) Jahr

Jahreseröffnungspost

Liebe Leser,

ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr. Ein wenig erkältet konnte ich auch in das neue Jahr starten, aber solange meine Krankheit ein bisschen abklingt habe ich ein wenig Zeit, mich an meine Leser zu wenden.

Was bringt uns das neue Jahr?

Eine Datenbank für Fernverkehrsreisen bei der Bahn?

Das, was bei Reisen mit dem Flieger schon länger normal ist, scheint nun bald Wirklichkeit zu werden – wenn es um den Willen der Belgier geht. Diese verlangen jetzt durch die Bank personalisierte Fahrscheine für Bahnreisen nach Belgien und diese Daten 24h vor Abfahrt des Zuges. Es soll der erste Schritt zu einer europaweiten Datenbank von Bahnreisenden sein. Und das alles aus Terrorangst. Gehören also die spontanen Reisen mit der Bahn und der spontane Kauf des Fahrscheins am Automaten bald der Vergangenheit an?

Die Deutsche Bahn sieht die Reisefreiheit ihrer Fahrgäste drastisch durch die neue Regelung eingeschränkt – sollte sie denn tatsächlich kommen. Auf dem Weg der Digitalisierung hat sie dafür gerade kostenloses WLAN in der 2. Klasse und die digitale Wagenreihung auf dem Smartphone eingeführt.

Sicherheitskontrollen bei Großveranstaltungen

Die Polizei in Köln hat es bereits vorgemacht: Damit an Silvester nicht wieder so eine Katastrophe wie im letzten Jahr passiert hat sie die Kontrollen am Hbf. verschärft und sorgt mit Bezeichnungen Nafris für Aufsehen. Müssen wir uns nun mehr auf Kontrollen immer und überall einstellen?

Und wie kontrollieren wir uns selbst?

Es ist nicht nur ein Jahr der Kontrolle, sondern auch ein Jahr der technischen Innovationen. Wearables sind auf dem Vormarsch und kontrollieren uns immer mehr. Werden sie bald die Daten unserer Läufe, Fitnesstrainings, Fahrradtouren an den Versicherer unseres Vertrauens übertragen, damit unsere Prämie sinkt oder gar nicht steigt? Selbst mein Smartphone trackt jeden Schritt mit. Das ist zwar ein gutes Monitoring, welche Strecke man am Tag so zurückgelegt hat, aber es ist auch auf eine gewisse Art und Weise gruselig, wenn Google dich daran erinnert, dass du an deinem aktuellen Standort, beispielsweise einem Restaurant, schon einmal warst – und zwar am 02.04.2015 von 13:42-14.22 Uhr.

Und persönlich?

Ich habe letztes Jahr viele, viele Schritte gemacht. Eine Schrittzählerchallenge motivierte mich zu 37 Lauftrainings in 50 Tagen. Ich lass mein Smartphone jeden meiner Schritte verfolgen und bin neuen Technologien aufgeschlossen. Mein Leben hat sich verändert, ich habe ein paar Kilos purzeln lassen – ich gehe ins Fitnessstudio, Laufen und Schwimmen und versuche mich – weitgehend – gesund zu ernähren. Zugegeben funktioniert Letzteres am schlechtesten. Es geht genauso sportlich weiter wie letztes Jahr.

 

Mein Leben hat sich verändert. Eine neue Bekanntschaft macht mich zum Glücklichsten Mensch der Welt ;-). Es tut gut, manchmal seine Ziele zu erreichen. Also, liebe Leser macht was aus diesem tollen neuen Jahr. Alles Gute und haut rein!

Euer pedaa

Fröhliche Weihnachten

Liebe Leser,

euch und euren Familien ein frohes, besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest 2016.

Liebe Grüße

Euer Peter (pedaa)