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Mrz 18

UPDATE: Test: Apple iPod nano 16GB

Liebe Leser,

viele wissen, dass ich nicht unbedingt der Apple-Fan bin, dennoch ließ ich es mir nicht nehmen, den iPod nano mal für meine Zwecke zu testen.

Warum iPod?

Warum auf einmal einen iPod. Zuletzt besaß ich einen SANDISK Sansa Clip mit 8GB, bei dem sich nach 1 Jahr Betrieb die Kopfhörerbuchse von der Platine innen ablöste. Die Folge: Bei Erschütterungen oder sonstigen Bewegungen nach außen des Kopfhörersteckers, stockt die Musik und schaltet regelmäßig zwischen Mono und Stereo herum. Dieses Problem ist mir bekannt, denn viele MP3-Player haben dieses Problem.

Ausstattung und Verpackung

Die Verpackung und Ausstattung ist wohl Apple-typisch: zweckmäßig. Der kleine nano kommt in einer minimalistischen, aber stabilen Platsik-Mini-Würfel daher. Neben dem nano selbst finden sich ein USB-Kabel, Kopfhörer und ein QuickGuide  in der Verpackung. Apple verzichtet auf die Lieferung der Synchronisationssoftware iTunes, die kann sich jeder selbst aus dem Internet herunterladen.

Der kleine iPod nano selbst besteht aus einem einzigen Touchscreen, einer soliden Kopfhörerbuchse, einer Power-Taste und zwei kleinen Tasten für die Lautstärke. Auf der Rückseite befindet sich ein Clip, um ihn an einer Jogginghose oder Vergleichbarem zu befestigen.

Er lässt sich von jeder Seite bedienen: Durch seine Multi-Touch-Funktion lässt sich mithilfe von 2 Fingern das Display drehen. Weitere Infos und Fotos bei Apple 

PS: Die Stecker des SAMSUNG Galaxy Tab 10.1 und die von Apple sehen zwar gleich aus, haben aber die Pins auf der jeweils anderen Seite, verkehrte Welt?!

Entdecke den Unterschied

iTunes (für Windows) im Praxistest

Schon mehrfach habe ich iTunes getestet und die Software aus Frust wieder vom Rechner entfernt. Diesmal beschäftigte ich mich zwangsweise wieder einmal damit: Die Installation der Software lief zunächst Problemlos, das Scannen nach 50GB Musik lieder nicht. iTunes schmierte mehrmals während des ScanVorgangs komplett ab (immer bei der gleichen Datei, so schien es). Ein Glück habe ich herausbekommen bei welchem Titel, sodass ich diesen aus meiner Musikdatenstruktur einfach entfernen konnte, dann lief iTunes komplett durch und schrieb alle Daten in seine Datenbank. Es lag also mehr an einer fehlerhaften Musikdatei als an iTunes…

Bevor man mit der Musikübertragung beginnen kann muss man erst die Apple-Bestimmungen in iTunes akzeptieren, sonst kann man den iPod nicht verwenden. Die Registrierung lässt sich übrigens, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, überspringen. Ein Pluspunkt: Um das Gerät zu verwenden ist keine Apple-ID (Account auf apple.com) nötig, sofern man keine Podcasts oder Musik abonnieren oder kaufen will.

iTunes bietet viele Funktionen, allerdings möchte ich mich in meinem Test auf das Musik abspielen und syncen beschränken. Nachdem der iPod eingesteckt ist wird man bequem durch den Einrichtungsvorgang begleitet. Will man nicht seine ganze Musik/seine Fotos auf dem iPod haben, so lässt sich die automatische Synchronisation einfach abstellen.

Anschließend lassen sich Interpreten, Alben, Playlisten usw. auf den iPod ziehen. Dies geschieht bequem durch Drag & Drop. Einzig die Suche durch 50GB Daten könnte ein wenig optimiert werden. Hier erscheinen eingetippte Buchstaben erst nach Verzögerung im Suchfeld. Was ich anfangs vermisste, war eine Sortierung der Musik nach Datenstruktur, also nach Ordnern (wie die MP3-Dateien auf der Festplatte liegen). Gott sei Dank fand ich eine Möglichkeit, wie ich favorisierte Ordner bequem auf den iPod spielen konnte: Es lassen sich per Drag & Drop bequem auch ganze Ordner aus dem Windows Explorer in iTunes auf den iPod ziehen.

Genauso einfach funktioniert auch das Einrichten von Playlists, die man dann bequem auf den iPod ziehen kann.

Ein weiterer Pluspunkt im Vergleich zu anderen MP3-Playern: Die Geschwindigkeit, mit der Daten auf das Gerät geschrieben werden stellt so manche Konkurrenten weit in den Schatten. Im Test wurden bis zu 18MB/s erreicht.

Der iPod nano im Praxistest:

Wie schon erwähnt, lässt sich das Gerät lässt komplett über den Touchscreen bedienen. Auf oberster Ebene finden sich Einstellungen, Photos, Videos, Musik, „Sie hören“, Radio und als besonderes Add-On „Life Fitness“, eine App aus dem Hause Nike, die wohl als Schrittzähler agiert (nicht getestet).

Die Menüführung ist weitgehend intuitiv. Durch einen Wisch nach links gelangt man eine Ebene höher, durch Tippen auf die entsprechende Musik oder Bilderauswahl erreicht man die entsprechenden Menüs. Wählt man einzelne Alben oder Interpreten an, lässt sich durch einen Tipp bestimmen, ob man die Auswahl zufällig wiedergeben will. Durch Schütteln des Players während der Wiedergabe wird der nächste zufällige Titel ausgewählt. Ein Manko beim Fahrradfahren: Das Schütteln funktioniert nur, wenn der Player nicht gesperrt ist (Display aus). Dass er gesperrt ist, bemerkt man, jedenfalls ohne einen Blick auf sein Display zu werfen, nicht. Ein blindes Bedienen des MP3-Players fällt also sehr schwer.

UPDATE: Es gibt diese Funktion sogar, dass man ohne aufs Display zu schauen zum nächsten Titel springt (Pluspunkt). Der iPod lässt sich so konfigurieren, dass man durch einen Doppelklick auf die Power-Taste zum nächsten Titel springen kann.

Fazit:

Insgesamt überzeugt der iPod nano als sehr gut verarbeiteter und durchdachter MP3-Player. Die Menüführung ist eingängig und intuitiv, wie man es selbst von Apple gewohnt ist. iTunes für Windows hat sich etwas gemausert und kommt ein wenig stabiler daher, im Vergleich zu den vorangegangenen Versionen. Die Sync mit dem iPod funktioniert problemlos und sehr schnell.

Wo man Abstriche machen muss ist schließlich bei der (blinden) Bedienung und bei der Suche in iTunes. Der Preis ist mit ca. 150€ auch recht happig, allerdings bekommt man dafür einen echt schnellen 16GB-Flash-Speicher.

Kriterium Beschreibung Note
Ausstattung & Verarbeitung minimalistisch, spezielles Apple-Kabel mit Schnittstelle, Gehäuse sehr solide 1,3
Funktionen Sehr umfangreiche Wiedergabefunktionen im Gerät, Abspielbarkein von Fotos und Videos, intuitives Menü 1,0
Sync iTunes weitgehend stabil, sehr schneller Flash-Speicher 1,3
Bedienung Zum nächsten Titel springen auch ohne Touchscreen möglich, Bedienung sehr intuitiv und flüssig 1,0
Preis-Leistungsverhältnis Insgesamt teures Produkt, dafür qualitativ hochwertig 1,3
Gesamtnote gutes Gerät der Oberklasse, Preis-Leistungsverhältnis okay 1,2

3 Kommentare

  1. Simone

    Hey,
    soso und tatsächlich ein Nano 🙂

    Ich verstehe nicht, wieso alle gerne Ordnerstrukturen in itunes sehen wollen?!? Ok, wenn man vielleicht sich darüber bestimmte Playlist angelegt hat. Aber wie du auch gemerkt hast, kann man die ja einfach als Playlist in itunes anlegen. Und sonst bietet itunes genug Sortiermöglichkeiten (Titel, Interpret, Album, Hinzugefügt,…) um sich das anzeigen zu lassen, was man gerade braucht.
    Ordner würden mich da total stören.

    blinde Bedienung schwierig….
    Finde schwer zu verstehen, was du dir da vorstellst. Also will man wirklich größere Aktionen tätigen (sagen wir mal, von Album X zu Album Y wechseln, eine Geniusliste anlegen, eine Wiedergabsliste anlegen) dann muss man schon den Nano in die Hand nehmen. Aber ich denk, das ist ja auch schwer zu meistern.
    Lautstärke regeln sollte beim „Blinden Hand in die Tasche greifen“ möglich sein. Dass die Schüttelfunktion deaktiviert ist, wenn man sperrt, finde ich sehr sinnvoll, sonst würde man nachher mit jedem Schritt, oder vielleicht nur Fahrrad über Bordstein fahren, seinen Song wechseln.
    Und hilfreich ist dann natürlich ein Kopfhörerkabel mit Fernbedienung. Das unterstützt der Nano ja.

    1. pedaa

      Huhu,
      ich muss mich da eh korrigieren: Es geht nur um die „zum nächsten Titel“-Springen-Aktion, die ich gerne ohne Touch und ohne Schütteln hätte. Aber das geht sogar, als ob sie dran gedacht hätten. Lösung: Doppelt auf die Power-Taste drücken, perfekt :).

  2. simone

    wie ich ketztens erst herausgefunden hab, wie man schnell hin und her spuhlt (allerdings bei der 4. Generation). Meist haben sie sich eben doch was dabei gedacht 😉

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