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Jun 15

The Way back–der lange Weg von Sibirien nach Indien

Die Geschichte ist ganz simpel: In einem sibirischen Arbeitslager treffen der Pole Junusz, der Russ Valka (Colin Farell), der Amerikaner Smith (Ed Harris) aufeinander und entscheiden zusammen mit anderen Häftlingen sich auf den langen Weg nach Süden zu machen, sie wollen flüchten. Allen ist klar, dass es eine harte Reise wird. Bei dem schlimmsten Schneesturm flohen sie aus dem Arbeitslager, damit keine Fußspuren zurückbleiben. Ab dann wandern sie ewig durch Wälder, scheinbar ohne Orientierung, die Vorräte werden immer kleiner, doch sie wollen weiter – so weit die Füße tragen. Schließlich macht sich nur noch einer am Ende auf den Weg, die anderen längst zu schwach ohne Aussicht auf den ersehnten See im Süden, um herauszufinden, wie nah sie diesem sind. Und es war nicht mehr weit. Die Männer machten sich auf den letzten Weg der ersten Etappe und erreichen den Baikalsee, wo der Zufall es so will, dass sie einen Elch der sich dort aus dem Schlamm nicht mehr befreien kann finden – endlich etwas zu essen. Gleichzeitig treffen sie auf ein kleines Mädchen, das auch auf der Flucht zu seien scheint und nehmen sie kurzerhand in ihre Gruppe auf.

Bald geht es schon weiter den Baikalsee herunter bis zur Grenze. Wenig später befinden sie sich schon auf dem erschwerlichen Marsch durch die Wüste. Mit nicht genug Wasser kämpfen sie, Kilometer um Kilometer… Werden Sie Indien zu Fuß dennoch erreichen?

20th Century Fox und National Geographic erzählen einen eindrucksvollen Film über eine Hand voll Flüchtlinge, die das Unmögliche möglich machen – ganz im Stil von “So weit die Füße tragen”. Der Film verzichtet auf großartige Nebenhandlungsstränge, im Vordergrund steht die Reise der Flüchtlinge und was sie erleben, was in ihnen vorgeht. Interessant auch, was das Mädchen (Saorise Ronan, “Wer ist Hanna”) in der Gruppe erreicht, die Männer, die nicht sich eigentlich nicht viel über sich unterhielten mussten auf einmal Rede und Antwort stehen. Plötzlich erfährt jeder was über den anderen.

Insgesamt ein sehr bewegender Film mit guten dramaturgischen Elementen und guter Besetzung, sowie hervorragenden Landschaftsaufnahmen, der jedoch Geschmacksache ist.

 

Gesamtwertung
Story Szenerie Spannung Charaktere Anspruch Note
++ +++ + +++ + 2,0

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