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Mrz 07

There will be blood

…ein Film, der die Bedeutung des Titels offen lässt.
1889: Dem emsigen Geschäftsmann Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) gelingt es, erfolgreich nach Gold zu graben. Doch damit gibt er sich nicht zufrieden. Wenige Jahre später gelingt ihm ein weiterer Coup: Er findet das schwarze Gold, das munter aus dem Erdreich brodelt und mit dem sich – das wusste er – eine Menge Geld machen lässt.
Die Geschäfte laufen gut, sein Umsatz solide. Eines Tages kommt ihn Paul Sunday (Paul Dano) besuchen und sagt ihm, er habe Informationen, die ihn interessieren könnten. Der Besitz seiner Eltern sei eine Fundgrube für Öl. Daniel P. ist sofort Feuer und Flamme und ist auch bereit, für diese Information ein paar Scheine springen zu lassen. Am nächsten Tag macht er sich mit seinem Sohn H. W. auf den Weg an diesen Ort. Er findet ein kleines Dorf vor und stellt tatsächlich fest, dass sich hier eine Menge Geld machen lässt. Er errichtet einen Ölbohrturm an geeigneter Stelle, das Dorf freut sich zu einem der bekanntesten Öl-Dörfer zu werden.
Doch Daniel P. wird vom Schicksal mehr und mehr gebeutelt: Erst stirbt ein Arbeiter bei der Arbeit, dann passiert noch ein größerer Unfall, der H. W., seinem Ein und Alles, das Gehör kostet. Ein schwerer Schicksalsschlag. Er gerät zunehmend in Konflikt mit der ortsansässigen Kirche, er entwickelt Hass auf den Pfarrer. Wie könne Gott so etwas zulassen, dass seinem Sohn ein so schreckliches Schicksal widerfährt… Nach und nach beginnen die Probleme immer größer zu werden: Das Auftauchen seines Bruders glätten die Wogen auch nicht, im Gegenteil… Am Ende steht nur noch der durchdrehende alkoholabhängige reiche Daniel Plainview in seiner Villa, vollkommen allein gelassen und verstoßen von der Welt.

Fazit: Langes sehr realistisches Epos:

Die Handlung dieses Films ist relativ einfach gestrikt: Es geht um Öl, um Geschäfte um 1900. Man erhält einen sehr guten Einblick in die damalige Zeit, erkennt die Probleme der Geschäftsmänner und lernt die Lebensart kennen. Die Charaktere sind sehr gut in die Geschichte eingebunden, es wirkt alles sehr realistisch, man kann sich gut in die einzelnen Hauptpersonen hineinversetzen. Der Film lässt Platz für Interpretation bezüglich des Titels sowie am Ende des Films. Verschiedene veilschichtige Konflikte im Leben des Daniel P. halten den Film am Leben, sodass beim Zuschauer keine Langeweile aufkommt. Das einzige, was man an diesem Film bemängeln kann, ist die Länge. Er ist nicht in die Länge gezogen, jede einzelne Szene ist wichtig. Mit seinen zweieinhalb Stunden nimmt er jedoch den Zuschauer sehr mit -> nichts für müde Gemüter.

Gesamtwertung
Action Spannung Humor Anspruch Story Gesamt:
++ ++ 0 ++ +++ 1,4

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