Sonder-#Testkoller: Morgens im Gesundheitsamt

Liebe Leser,

mir ist ja klar, dass man Testzentren nicht einfach so, wenn eine Pandemie kommt, aufbauen kann. Aber dass man nach einem Jahr Pandemie immer noch Methoden von 1990 einsetzt geht gar nicht. Insbesondere, wenn unser Ministerpräsident sagt, dass man auf digitale Kontaktnachverfolgung setzt, wird mir schlecht. Hat er mal in die Testzentren der Kommunen geschaut? Wahrscheinlich nicht.

Ich bin so sauer, weil ihr durch eure Ineffizienz und euer unorganisiertes Verhalten nach mehr als einem Jahr Pandemie eineinhalb Stunden geklaut habt – für ein lapidaren PCR-Test (der 1min dauert). Und das Schlimme ist: Tausenden Menschen, die mir hinterherkommen, wenn die Fallzahlen weiter steigen, geht es dann so wie mir. Wie kann man nur so viel Produktivität auf einmal vernichten? Tag für Tag.

Die ganze Geschichte hier im Blog.

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#Antilagerkoller 131 – Bundesnotbremse

Moin liebe Lesergemeinde,

die Osterferien sind vorbei und die Infektionszahlen stimmen immer noch nicht. Warum? Weil wir einen blinden Fleck an Ostern in der Infektionshistorie haben, weil am Osterwochenende einschließlich Ostermontag weniger getestet und weniger gemeldet wurde. Was mit den Nachmeldungen passiert, wissen wir nicht, es kommt jedenfalls zu Verzerrungen in den Fallzahlen. Der Präsident des RKI hat ganz Recht, wenn er sagt, dass wir erst am Mittwoch den 14.4. wieder verlässliche, kontinuierliche, vergleichbare Zahlen haben.

Live-Daten bekommen wir einzig und allein von den Intensivstationen. Diese sind jetzt schon knapp am Anschlag.

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#Antilagerkoller 130 – das große Herumeiern

Liebe Leser,

durch die Ostertage gut erholt starteten wir in die Woche und blickten auf die scheinbar sinkenden Infektionszahlen. Es war alles ruhig in der Welt und man konzentrierte sich aufs Impfen.

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#Antilagerkoller 129

Liebe Leser,

Ich habe mir im Urlaub ein wenig Abstand vom Geschehen verschafft — ja Urlaub im eigenen Land funktioniert! Je weiter man sich von den Medien entfernt, desto mehr verliert man den Überblick.

  • Was gilt und was gilt nicht?
  • Wo ist was erlaubt?
  • Welche Studie sagt was und welcher Impfstoff wird wo an wen verimpft?
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#Antilagerkoller 128 – das große Kopfschütteln

Liebe Leser,

ich habe in meinem Urlaub ein bisschen Abstand vom Tagesgeschehen bekommen. Doch ich habe inzwischen genug gelesen. Derjenige, der sich diese Woche nicht informiert hat, hatte tatsächlich einen weniger aufgeregten Tag. Aus der am Montag von Bundeskanzlerin Angela Merkel angekündigten Osterruhe (Feiertag am Gründonnerstag und Karsamstag) wird nichts. In der Prüfung dieses Vorhabens fiel auf, dass Feiertage nicht so kurzfristig durch die Wirtschaft und Kirche (?) geboxt werden können. Allenfalls schlechte Stimmung im Volk und der Regierung ist von dem Treffen vom Montag übrig geblieben.

Merkel rief dazu auf, Zuhause zu bleiben und entschuldigte sich dafür, das Volk mit der Osterruhe verwirrt zu haben. Die Notbremse bleibt im Gesetz verankert. Die Regierung verfolgt das gleiche Konzept bei den Maßnahmen wie beim Impfen: Keins!

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#Antilagerkoller 127 – Impfstopp!

Liebe Leser,

was haben wir uns darüber aufgeregt, dass wir Deutschen nicht endlich mal Tempo auf die Impfstraße bringen? Das Impfen bei den Hausärzten solle erst Mitte April starten, obwohl diese Ärzte bereitstehen, um die Älteren, die es besonders weit zum Impfzentrum haben, zu impfen. Wenn man genauer hinschaut, hakt es auch immer noch in der Verwaltung. Einige 80-Jährige aus BW warten immer noch auf den Impf-Brief, ohne den sich nicht starten können. Wir können uns aber Zeit lassen, weil wir einfach nicht genug Impfstoff haben. Und jetzt ist auch noch die Impfung des in Verruf geratenen Impfstoffs AstraZeneca aus UK in vielen europäischen Ländern ausgesetzt.

Jetzt mal der Reihe nach:

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#Antilagerkoller 126 – gutes und schlechtes Marketing

Liebe Leser,

wieder ist eine Woche vergangen. Der Beschluss von Bund und Ländern letzte Woche hat nicht viel Neues gebracht, oder doch: Die Läden dürfen in vielen Bundesländern seit gestern wieder öffnen. In einigen Bundesländern heißt es „Click and Meet“- Shopping nach Terminvereinbarung. Die Läden haben geöffnet und empfangen Kunden, nachdem sie sich online oder telefonisch einen Termin haben geben lassen. Gut, dass wir jetzt wieder Papierlisten haben, auf denen Adressen und Nummern stehen, die keiner lesen kann. Wäre es doch so einfach gewesen, schon vor einem halben Jahr ein Reservierungssystem fürs Vor-Ort-Shopping zu erstellen, auf das das Gesundheitsamt zugreift.

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